Für pflegende Angehörige und Interessierte

Drei Nachmittage im Gemeindehaus der Christuskirche

Gut zwei Millionen Menschen werden in Deutschland von Angehörigen gepflegt. Das ist eine Chance, in der vertrauten Umgebung zusammen zu bleiben. Für die Pflegenden bedeutet es aber oft auch schwere körperliche und seelische Belastung. Die Gemeinde der Christuskirche und der Evangelische Pflegedienst von AGAPLESION laden pflegende Angehörige zu drei Nachmittagen ein. Kompetente Referent/innen geben Impulse und informieren über Unterstützungsmöglichkeiten. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann entlasten und stärken.

Wie tanke ich Kraft im Alltag?

Donnerstag 19. September, 16-18 Uhr
Referentin: Yvonne Maisch
Entspannungstrainerin & Yogalehrerin

Als pflegende Angehörige ist es uns wichtig, dass es den geliebten Menschen so gut wie möglich geht. Darum möchte man oft alles allein und selber machen. Aber das ist fast unmöglich. Im Gegenteil, gerade wenn ich mich intensiv um jemand anderen kümmere, muss ich auf meine Ressourcen achten. Nur so kann ich wirklich anderen etwas geben.

„Achtsamkeit“ und „Selbstliebe“ sind die Zauberworte, die allen Beteiligten in dieser Lebenslage am meisten Kraft schenken. Yvonne Maisch vermittelt, wie es gelingt, mit ein paar Tricks und ein bisschen Übung mehr Kraft und Ruhe zu finden.

Wie gehe ich mit Sterben und Tod um?

Donnerstag, 17. Oktober, 16-18 Uhr
Referent: Michael Clausing
Systemischer Supervisor und Mediator
Christophorus Hospiz Verein

Wenn das Ende des Lebens in den Blick gerät, sind wir in besonderer Weise persönlich herausgefordert. Es ist gut, sich klar zu machen welche Einstellungen mich selber prägen. Was macht mir Angst? Was gibt mir Kraft. Michael Clausing gibt Impulse, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Als Themen werden außerdem angesprochen: Welche Unterstützung kann ein Hospizdienst geben? Wie kann spirituelle Begleitung helfen? Wie können wir letzten Wünschen gerecht werden?

Wer unterstützt mich bei der Pflege?

Donnerstag, 14. November, 16-18 Uhr
Referentin: Sophia Zech
Sozialpädagogin bei „Wohnen im Viertel“ in Gern

Die Pflege eines nahestehenden Menschen ist vielen ein menschliches Anliegen, stellt aber auch vor große Herausforderungen und kann uns an Grenzen führen. Unterstützende Angebote können dabei helfen, Überlastung vorzubeugen, bewusst Momente der Entlastung zu schaffen. Helfen könnte etwa die Verhinderungspflege in einer Pflegewohnung auf Zeit, die Teilnahme an Betreuungsgruppen oder der Besuch einer Angehörigengruppe.

Sophia Zech gibt einen Überblick über vielfältige Angebote für pflegende Angehörige. Sie will dazu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen ohne die Pflege komplett abzugeben.

 

Die Nachmittage finden statt
im Gemeindehaus der Christuskirche
Dom-Pedro-Platz 5
80637 München-Neuhausen

Die Teilnahme ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht nötig.